Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Zisternennutzung aus Sicht des UHV Nr. 70 "Obere Hunte" und des WV
- Bericht des Geschäftsführers Herrn Uwe Bühning (ohne Vorlage)

BezeichnungInhalt
Sitzung:11.06.2020   Bau-A./2020/047 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Ausschussvorsitzender Helms begrüßt Herrn Uwe Bühning, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Nr. 70 „Obere Hunte“ sowie des Wasserverbandes Wittlage. Herr Bühning gibt einen Überblick über die aktuellen Maßnahmen des Unterhaltungsverbandes sowie des Wasserverbandes im Gemeindegebiet.

 

Ergänzend zu den Ausführungen von Herrn Pante in der letzten Ausschusssitzung am 20.02.2020, TOP 9.1 „Nutzung von Zisternen auf Privatgrundstücken“ erläutert Herr Bühning, dass aus Sicht des Verbandes jede Art von Wasserrückhaltung sinnvoll und zweckmäßig und damit empfehlenswert sei. Zisternen seien aber für die Regenwasserrückhaltung, insbesondere bei Starkregenereignissen, eindeutig nicht ausreichend. Im besten Fall führen sie zu einer minimalen Reduzierung des Volumens eines Regenrückhaltebeckens.

 

Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Lippert erklärt Herr Bühning, dass eine Bezuschussung des Einbaus von Zisternen seitens des Verbandes nicht erfolge.

 

Ausschussmitglied Eilers ergänzt, dass es gelingen müsse, die Bürger/innen, insbesondere in Neubaugebieten, zu motivieren und in die Pflicht zu nehmen, dass das, was der Natur bei der Grundwasserbildung durch die Bebauung weggenommen werde, auszugleichen sei.

 

Ausschussmitglied Lippert fragt nach dem generellen Umgang mit Leitungen auf privaten Baugrundstücken. Herr Bühning erläutert, dass es hier in der Regel ein Betretungsrecht gebe, wobei die Flächen nach Unterhaltungs- und Leitungsarbeiten jeweils im vorgefundenen Zustand wieder zu verlassen seien. Im Baugebiet „Westlich Lange Straße“ in Harpenfeld werden die Grundflächen der Leitungen in das Eigentum des Verbandes übergehen.

 

Zum Bauvorhaben „Neubau eines Trinkwasserspeichers in der Ortschaft Lintorf“ zeigt Herr Bühning die als Anlage beigefügte Präsentation der gestrigen Anliegerversammlung. Ausschussvorsitzender Helms bemängelt, dass die Beteiligung der gemeindlichen Gremien, wie Fachausschuss und Ortsrat, unterblieben sei. Eine Vorab-Information wäre besser und auf jeden Fall wünschenswert gewesen. Die Anliegerversammlung sei dennoch positiv verlaufen. Im Ergebnis werde die straßenseitige Ansichtshöhe des Gebäudes auf 4,50 m reduziert. Die Kompensation werde durch Bepflanzung direkt vor Ort umgesetzt.

 

Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Eilers ergänzt Herr Bühning, dass die laufenden Energie-Mehrkosten, die aufgrund des geringen Gefälles am Standort Lintorfer Straße entstehen, auf die Firma Homann umgelegt werden.

 

Weiterhin berichtet Herr Bühning über den Fortschritt der Bauarbeiten beim Anschluss der Ortschaft Heithöfen an die Schmutzwasserkanalisation. Ausschussmitglied Spethmann, Ortsvorsteher der Ortschaft Heithöfen, begrüßt dieses Vorhaben ausdrücklich. Nach seiner Einschätzung werden 90% von den 30 bis 40 möglichen Haushalten von der Anschlussmöglichkeit Gebrauch machen. Die durch Leserbrief geäußerte Kritik aus der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion, dass die Anschlussleitung für nur fünf Baugrundstücke hergestellt werde, sei falsch.

 

Im Vorgriff auf Tagesordnungspunkt 5 geht Herr Bühning bereits jetzt auf die Frage ein, warum im Bereich der Gräben um das Baugebiet „Westlich Lange Straße“ beidseitig Räumstreifen in einer Breite von 5 m für die Unterhaltung des Gewässers vorzuhalten seien. Er erläutert, dass zur Gleichbehandlung der betroffenen Grundstückseigentümer beidseitig Räumstreifen gefordert werden müssen. Um die Freihaltung von Bebauung sowie die Befahrbarkeit und damit die Durchführung von Unterhaltungsmaßnahmen gewährleisten zu können, sei die verlangte Breite unerlässlich.

 

 

Der Ausschussvorsitzende unterbricht die Sitzung für eine zehnminütige Lüftungspause.