BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:BV/FD3/2022/418  
Aktenzeichen:-pa/md-
Art:Beschlussvorlage  
Datum:15.09.2022  
Betreff:Bebauungsplan Nr. 91 "Hüsede Maschweg", Hüsede
-Aufstellungsbeschluss-
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Vorlage Dateigrösse: 312 KBVorlage 312 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1, Abgrenzung Bebauungsplan Nr. 91 "Hüsede Maschweg" Dateigrösse: 318 KBAnlage 1, Abgrenzung Bebauungsplan Nr. 91 "Hüsede Maschweg" 318 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2, Auszug wirksamer FNP Dateigrösse: 918 KBAnlage 2, Auszug wirksamer FNP 918 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3, Auszug Konzept Siedlungsentwicklung Dateigrösse: 605 KBAnlage 3, Auszug Konzept Siedlungsentwicklung 605 KB

Die Gemeinde Bad Essen beabsichtigt mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 91 „Hüsede Maschweg“ den vorhandenen Siedlungsbereich im Osten des Ortsteils Hüsede weiterzuentwickeln und die in der Nachbarschaft vorhandenen Bebauungs- und Nutzungsstrukturen aufzugreifen.

 

In der Ortschaft Hüsede besteht weiterhin Bedarf Wohnbauflächen auszuweisen. Die Gründe hierfür ergeben sich aus konkreten Anfragen nach Wohnbauland in der Ortschaft, vor dem Hintergrund, dass die z.Z. vorhandenen Baugrundstücke bereits vergeben sind und die noch vorhandenen bebaubaren Grundstücke in der Ortschaft (Baulücken) auf absehbare Zeit nicht für eine bauliche Nutzung zur Verfügung stehen.

 

Zielsetzung der Gemeinde Bad Essen ist es, weitere Bauflächen zu Wohnzwecken für die Eigenentwicklung der Ortschaft Hüsede auszuweisen. Hierzu ist herauszustellen, dass Hüsede eine historisch gewachsene, eigenständige Ortschaft ist. Die Gemeinde Bad Essen sieht es als wesentliche städtebauliche Aufgabe an, die Eigenentwicklung der ehemals 17 eigenständigen Gemeinden bzw. Ortschaften zu fördern. In diesen Ortschaften (so auch in Hüsede) besteht eine Nachfrage nach Baugrundstücken, die sowohl aus der Eigenentwicklung resultiert, als auch auf das hier günstigere Bodenpreisniveau reflektiert. Eigenentwicklung zu fördern bedeutet in diesem Zusammenhang auch, die Eigenständigkeit zu sichern. Vor dem Hintergrund einer, statistisch gesehen, abnehmenden Bewohnerzahl pro Wohnung und damit einem größeren Wohnbedarf besteht auch in den kleineren Ortschaften das Erfordernis, Bauflächen auszuweisen, allein schon aus der örtlichen Nachfrage heraus. Nur durch diese Bauflächenausweisung kann die örtliche Bevölkerungszahl gehalten und in begrenztem Umfang entwickelt werden. Dieses ist gleichzeitig Voraussetzung, um örtliche Gemeinbedarfseinrichtungen in ihrem Bestand zu sichern und einseitige Bevölkerungsstrukturen (Überalterung) zu vermeiden.

 

Mit dieser Ausweisung von weiteren Bauflächen für Wohnzwecke wird erreicht, dass in der Ortschaft Hüsede noch vorhandene Baulandpotentiale genutzt werden können. Dies entspricht auch einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden (vgl. § 1a (2) BauGB).

 

Nach § 13b BauGB kann ein Bebauungsplan, durch den die Zulässigkeit von Wohnnutzungen auf Flächen begründet wird, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen, in entsprechender Anwendung des § 13a BauGB im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden, wenn in ihm eine zulässige Grundfläche im Sinne des § 19 Abs. 2 BauNVO oder eine Größe der Grundfläche festgesetzt wird von insgesamt weniger als 10.000 Quadratmetern (vgl. § 13a Absatz 1 Satz 2 BauGB).

 

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 91 „Hüsede Maschweg“ schließt hier unmittelbar an die im Zusammenhang bebauten Bereiche im Südosten der Ortslage Hüsede an. Festgesetzt werden soll ein allgemeines Wohngebiet. Die zulässige Grundfläche beträgt weniger als 10.000 m² (Geltungsbereich ca. 24.500 m², ergibt bei einer GRZ von 0,4 eine zulässige Grundfläche gem. § 19 Abs. 2 BauNVO von hier dann maximal ca. 9.800 m²). Insofern sind hier die Voraussetzungen für die Durchführung des Aufstellungsverfahrens gemäß § 13b BauGB (und deshalb beschleunigtes Aufstellungsverfahren gemäß § 13a BauGB) gegeben.

 

Der wirksame Flächennutzungsplan (FNP) der Gemeinde Bad Essen stellt für das Plangebiet Flächen für die Landwirtschaft gemäß § 5 (2) Nr. 9a BauGB dar. Der Flächennutzungsplan ist insofern gemäß § 13a (2) Nr. 2 BauGB im Wege der Berichtigung anzupassen.

 


Anlagen:

Abgrenzung Bebauungsplan Nr. 91 „Hüsede Maschweg“

Auszug wirksamer FNP

Auszug Konzept Siedlungsentwicklung

 

 


Beschlussvorschlag:

 

Der Rat beschließt:

 

1.   den Bebauungsplan Nr. 91 „Hüsede Maschweg“ aufzustellen. Der Geltungsbereich des Plangebietes ist im beigefügten Kartenauszug dargestellt.

 

2.   Die Verwaltung wird beauftragt, die Entwurfsbearbeitung zu veranlassen und die weiteren Verfahrensschritte nach dem Baugesetzbuch bis zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss abzuwickeln.

 

 


 

Haushaltsmittel

stehen bei Konto ____________ zur Verfügung

sind  überplanmäßig /  außerplanmäßig bereitzustellen

Deckungsvorschlag:

Sonstiges

Haushaltsmittel werden nicht benötigt

 

Beteiligung der Ortschaften

ist nicht erforderlich

wird noch vorgenommen

ist erfolgt mit folgendem Ergebnis: